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Das Excel-Lizenzproblem: Warum Systemhäuser Geld verschenken

7 Min. Lesezeit

Das Excel-Lizenzproblem: Warum Systemhäuser Geld verschenken

Die Lizenzverwaltung läuft in Excel. Oder in drei Excel-Dateien, je nach Abteilung. Eine davon ist aktuell, die anderen "meistens". Jeder im Team weiß, dass das Problem existiert. Keiner weiß genau, wie groß es ist.

Wo die Daten liegen

Lizenzdaten stecken in RMM-Tools, im Microsoft 365 Admin Center, in Vendor-Portalen, in Active Directories und in den Köpfen einzelner Mitarbeitender. Niemand hat eine vollständige Sicht. Die Excel-Tabelle ist der Versuch, all das zusammenzuführen. Ein Versuch, der bei jeder Änderung veraltet.

Das Problem ist nicht Excel selbst. Das Problem ist, dass Excel keine Verbindung zu den Quellsystemen hat. Jeder Eintrag erfordert manuellen Abgleich. Und manueller Abgleich findet nur statt, wenn jemand daran denkt.

Drei Arten, Geld zu verlieren

1. Unterfakturierung

Lizenzen werden genutzt, aber nicht abgerechnet. Ein neuer Benutzer bekommt eine M365-Lizenz. Der Techniker richtet sie ein, trägt sie aber nicht in die Abrechnungsliste ein. Die Lizenz kostet Ihr Systemhaus ab sofort Geld — der Kunde zahlt nichts dafür.

Bei 200 verwalteten Kunden mit je 10 bis 500 Lizenzen reichen wenige vergessene Einträge, um monatlich vierstellige Beträge zu verlieren. Über ein Jahr summiert sich das auf fünfstellige Summen.

2. Überfakturierung und Kundendispute

Das Gegenteil passiert ebenso: Ein Benutzer wird deaktiviert, die Lizenz aber weiter berechnet. Der Kunde bemerkt es bei der nächsten Rechnungsprüfung. Das Ergebnis: Gutschriften, Vertrauensverlust und aufwändige Klärungsgespräche.

Jeder Dispute kostet durchschnittlich 2 Stunden Arbeitszeit — für Recherche, Abstimmung und Korrektur. Bei fünf Disputen im Monat sind das 10 Stunden, die in keinem Produktivitätsreport auftauchen.

3. Audit-Risiko

Microsoft, Adobe und andere Hersteller führen Lizenz-Audits durch. Wenn Ihre Dokumentation lückenhaft ist, haften Sie als Systemhaus. Nachzahlungen, Strafgebühren und der Reputationsschaden übersteigen die Kosten einer ordentlichen Verwaltung um ein Vielfaches.

Warum manuelle Prozesse nicht skalieren

Ein Systemhaus mit 50 Kunden kann Lizenzen manuell verwalten. Mühsam, aber machbar. Ab 100 Kunden wird es fragil. Ab 200 ist es ein Risiko.

Der Grund: Lizenzdaten ändern sich täglich. Neue Benutzer, Kündigungen, Paketänderungen, Testlizenzen, saisonale Schwankungen. Jede Änderung muss in der Tabelle landen — zeitnah, vollständig, korrekt. Das ist bei täglichen Änderungen über hunderte Kunden hinweg nicht realistisch.

Was stattdessen funktioniert

Automatisierte Lizenzverwaltung verbindet die Quellsysteme direkt: RMM, M365 Admin Center, Active Directory, Vendor-APIs. Die Daten werden kontinuierlich abgeglichen, nicht einmal im Monat.

Das Ergebnis: Jede aktive Lizenz wird erfasst. Jede abgerechnete Lizenz ist verifiziert. Abweichungen werden sofort sichtbar — nicht erst beim Jahresabschluss oder beim Audit.

Der Aufwand für den monatlichen Lizenzabgleich sinkt von mehreren Tagen auf Minuten. Die Fehlerquote sinkt auf nahe null. Und die Diskussionen mit Kunden über fehlerhafte Rechnungen hören auf.

Nächster Schritt

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